ungeplanter strom

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ungeplanter strom oder nachbesprechung einer livesession(esperanto 14.09)
ungeplanter strom ist meistens ne kribblige angelegenheit (weidezaunanpisser wissen wovon ich rede)mit so einem ähnlichen gefühl, nur eben nicht im unterleib sondern im kopf habe ich mich am donnerstag aufgemacht ins esperanto,natürlich nicht ohne vorher 3 stunden lang zu versuchen die komplette technik in einem hasseröder bier werberucksack (den mir meine schwester mal geschenkt hat)zu verstauen, ohne das die gefahr irreperabler schäden während des transports besteht…..
aber da mein motto eh lautet” die schönheit offenbart sich im minimalismus ” war auch dieses problem lösbar
losgelatscht,noch ein wenig an den sonnenstrahlen naschen, ankommen, leicht angeschwitzt wegen dem scheiseschwer gewordenen rucksack mache ich die tür auf und ein wunderbares stück musik kitzelt meine ohren (rockers hifi ), erst mal ein buntes glas wasser mit geschmack runterstürzen, an dieser stelle auch mal dank und gruss an richie “the best stammkellner ever”
,ronny tach sagen kippe wickeln auf yvonne warten…
nebenbei und währenddessen arbeitsplatz freiräumen technik aufbauen und ein wenig rumprobieren,da alle knöpfe noch dran waren und die programmierungen ausnahmslos alle mit anwesenheit glänzten gabs keinen grund zur sorge ausser die üblichen,welche maschine bringt der herr mende mit, wie werden sich unsere midisteuerungen vertragen und was kommt am ende hinten raus?habe beim antesten der boxen gemerkt das ichs wohl etwas gut gemeint habe bei einigen bassläufen was den decay und den lowboost angeht,noch dazu wenn man gerne im tempodelay modus arbeitet…
aber das sind leicht lösbare probleme im gegensatz zu einer nichtfunktionierenden midisteuereung bei ner live session,und das ist ein durchaus realistisches problem wenn man mit den kleinen korg befreundet ist,die biester sind echt fiese schweine wenns ums rausschicken von steuersignalen geht,untereinander herrscht die grösste harmonie aber wehe die signale gehen zu anderen maschinen ausserhalb des korg universums,die schlängeln sich durch jeden midiverteiler inkl. filter …..,eigentlich soll bloss die clock weitergegeben werden aber naja,
inzwischen ist auch herr mende nebst reizender begleitung eingetroffen und hat sein gutes yamahamaschinchen nebst zwei externen effektern mitgebracht,nach dem obligatorischen test der midisteuerung wurde festgestellt das meine befürchtungen sich wieder mal bewahrheitet haben und auf kanal 10 gabs das volle programm auf mendez paranoids maschine,nach kurzer beratung wurde beschlossen das es keine praktikaple alternative gibt ausser das besagter kanal bei jedem patternwechsel auf der yamaha neu unterdrückt oder eingeregelt wird,wobei ja auch ganz lustige und subversive klangerlebnisse hervorgerufen werden können, was ja dann auch im laufe des abends erfreulicherweisse geschah….
bleibt zu wünschen das die geneigten zuhörer genausoviel vergnügen beim hören hatten wie wir beim erzeugen der lustigen melodein… gegen 20.30uhr wagte ich den einstieg ins universum der töne aus strom mit 97bpm und ein wenig gezische und geknarrze
da unser ablaufplan im wesentlichen aus drei punkten bestand:1.immer mit der ruhe den anderen machen lassen und hören wo die reise hingeht,2.bei bedarf auf zuruf einklinken und 3.ansonsten langsam und minimal einschleichen
entwickelte sich rasch ein entspannter arbeitsmodi,mit ziemlicher konstanz bahnten sich nach ca 7-10min wechsel von mendez zu mir oder umgedreht an wobei es auch erfreulich oft zu klangsynthesen aus beiden welten kam….
ab und zu ein erfreutes holla oder ne kleine ansage war alles was an kommunikation stattfand,mehr brauchte es aber auch nicht….
kurz nach 22 uhr ne kleine pause (nachdem mendez ganz erstaunt feststellte das ja schon anderthalb stunden bei unserer spielerei verstrichen waren)
der zweite teil ging mit 108bpm etwas flotter zur sache aber genauso minimal und entspannt wie der erste….
zusammenfassend ist zu sagen das es das erste mal war das ich am ende noch rhytmusphrasen und pattern in reserve hatte und eine komplette patternbank mit melodie und geräusch,das gabs so in der form auch noch nicht….,ich werte es mal als erfreuliches zeichen dafür das sich beständiges weiterprogrammieren doch lohnt,
hätte ich andererseits alleine dagestanden wäre es wohl etwas enger geworden und die reserven beizeiten aufgebraucht….
in der ersten stunde des neuen tages gings dann wieder zu fuss aber mit einem dank der hervorragenden gastronomischen betreuung gar nicht mehr als allzuschwer empfundenen rucksacks wieder gen heimat


Comments(2)
Jo, fein geschrieben, Uwe.
hat mich sehr gefreut. Man sieht sich!
War ein ganz entspannten Ton-Frickel-Abend! Danke nochmal dass ich mitmachen durfte
Greetz Mendez
was hesit durfte,alleine wäre ich wahrscheinlich baden gegangen….